Sicherheit

Fensterreinigung im Altbau: Warum Sie das nicht selbst machen sollten

Fensterreinigung im Altbau: Warum Sie das nicht selbst machen sollten

Sie wohnen im dritten Stock eines Altbaus. Die Fenster haben diesen typischen Charme – hohe Flügel, geschwungene Beschläge, vielleicht noch original aus der Gründerzeit. Aber so schön die Fenster von innen sind: Von außen sieht es nach einem Jahr ohne Reinigung nicht mehr ganz so charmant aus. Staub, Pollenfilm, Straßenschmutz. Sie überlegen kurz, sich hinauszulehnen. Vielleicht mit einem nassen Lappen in der einen Hand, sich mit der anderen am Rahmen festhaltend.

Stopp. Genau hier lohnt es sich, einen Moment innezuhalten. Nicht weil Sie es nicht könnten – sondern weil es einfach vernünftiger ist, es anders zu lösen. In Österreich passieren laut dem Kuratorium für Verkehrssicherheit (KFV) jährlich rund 5.000 Unfälle durch Stürze im Haushalt. Ein erheblicher Teil davon beim Fensterputzen und bei Arbeiten auf Leitern. Ab dem zweiten Stock sprechen wir von Höhen über drei Metern – das ist der Bereich, in dem Stürze regelmäßig schwere Verletzungen verursachen.

Hier sind drei konkrete Gründe, warum professionelle Fensterreinigung im Altbau die klügere Entscheidung ist.

Grund 1: Sicherheit – das Absturzrisiko wird massiv unterschätzt

Die Allgemeine Unfallversicherungsanstalt (AUVA) definiert es klar: Ab zwei Metern Absturzhöhe gelten besondere Sicherheitsvorschriften. Zwei Meter – das ist bereits der erste Stock. Ab dem zweiten Stock aufwärts bewegen wir uns in Bereichen von vier bis acht Metern Fallhöhe. Die Folgen reichen von Knochenbrüchen über Wirbelsäulenverletzungen bis hin zu dauerhaften Beeinträchtigungen.

Was Altbauten besonders problematisch macht:

  • Keine Kippsicherung: Altbaufenster öffnen sich oft komplett nach innen oder außen – ohne Begrenzung.
  • Keine Haltemöglichkeit: Fensterrahmen aus der Gründerzeit bieten keine ergonomischen Griffe. Man hält sich an glatten, lackierten oder sogar morschen Holzrahmen fest.
  • Hohe Brüstungen täuschen: Selbst wenn die Brüstung hoch wirkt – sobald man sich hinauslehnt, verschiebt sich der Schwerpunkt. Bei nassen Händen und Seifenwasser wird es rutschig.
  • Doppelkastenfenster: Viele Altbauten haben doppelte Fenster. Um die Außenseite zu erreichen, muss man sich noch weiter hinausbeugen.

Professionelle Reinigungsunternehmen arbeiten mit Absturzsicherungen, Teleskopstangen, Hubarbeitsbühnen oder – bei besonders schwer zugänglichen Fassaden – mit Gerüsten. Die Mitarbeiter sind geschult und versichert. Kein Improvisieren, kein Risiko.

In Österreich kommt es jedes Jahr zu schweren Unfällen beim Fensterputzen ohne Sicherung – besonders in Altbauten ab dem zweiten Stock. Viele dieser Unfälle wären mit professioneller Hilfe vermeidbar gewesen.

Grund 2: Haftung und Versicherung – was viele nicht wissen

Viele Menschen gehen davon aus, dass ihre Haushaltsversicherung alles abdeckt, was in den eigenen vier Wänden passiert. Das stimmt – aber nur bis zu einem gewissen Punkt.

Entscheidend ist der Begriff „grobe Fahrlässigkeit". Wenn Sie sich ohne Sicherung aus einem Fenster im dritten Stock lehnen, um die Außenseite zu putzen, kann die Versicherung argumentieren, dass Sie sich bewusst in eine gefährliche Situation gebracht haben. In diesem Fall kann die Leistung gekürzt oder komplett verweigert werden.

Das bedeutet konkret:

  • Behandlungskosten können teilweise auf Sie zurückfallen.
  • Verdienstausfall wird möglicherweise nicht oder nur teilweise ersetzt.
  • Rehabilitationskosten können zur finanziellen Belastung werden.

Professionelle Reinigungsunternehmen hingegen verfügen über eine Betriebshaftpflichtversicherung und ihre Mitarbeiter sind über die AUVA unfallversichert. Sollte trotz aller Sicherheitsvorkehrungen etwas passieren, sind Sie als Auftraggeber nicht haftbar.

Besonders wichtig für Vermieter und Hausverwaltungen: Im gewerblichen Bereich gelten die Bestimmungen des Arbeitnehmerschutzgesetzes (ASchG). Mieter oder Angestellte dürfen nicht angewiesen werden, Fenster in gefährlichen Höhen selbst zu reinigen. Hier ist der Einsatz eines Fachunternehmens nicht nur vernünftig, sondern in vielen Fällen rechtlich geboten.

Grund 3: Kosten – professionelle Reinigung ist günstiger als ein Unfall

Das Argument „Ich mach das selbst, das spart Geld" klingt auf den ersten Blick logisch. Auf den zweiten Blick sieht die Rechnung anders aus.

Was kostet professionelle Fensterreinigung?

  • Eine 3-Zimmer-Altbauwohnung (6 bis 10 Fenster, beidseitig): 80 bis 150 Euro.
  • Bei regelmäßiger Reinigung (1 bis 2 Mal pro Jahr) gibt es bei vielen Anbietern Stammkundenpreise.
  • Aufwand: Ein professionelles Team braucht 1 bis 1,5 Stunden – streifenfrei, innen und außen.

Was kostet ein Unfall?

  • Verdienstausfall bei mehrwöchiger Krankschreibung: 8.000 bis 15.000 Euro (je nach Beruf und Dauer).
  • Rehabilitationskosten, die nicht vollständig von der Versicherung gedeckt werden.
  • Langzeitfolgen: Chronische Schmerzen, eingeschränkte Beweglichkeit, psychische Belastung.

Und dann ist da noch der Faktor Zeit und Ergebnis: Wenn Sie selbst putzen, planen Sie realistisch drei bis vier Stunden ein – für ein Ergebnis, das oft Streifen und Schlieren zeigt. Professionelle Reinigungskräfte arbeiten mit speziellen Abziehern, entmineralisiertem Wasser und Teleskoptechnik. Das Ergebnis ist streifenfrei, und Sie haben Ihren Samstag zurück.

Praxisbeispiel aus Salzburg: 8 Fenster, 120 Euro, eine Stunde

Eine Kundin aus Salzburg – Altbauwohnung im zweiten Stock, acht große Flügelfenster – hat jahrelang selbst geputzt. Mit Leiter auf dem Balkon, sich aus dem Fenster lehnend, jedes Mal mit einem mulmigen Gefühl. „Ich hatte immer Angst, aber ich dachte, es gehört halt dazu", erzählt sie.

Dann hat sie bei ÖDS angefragt. Zwei Reinigungskräfte kamen vorbei, arbeiteten mit Teleskopstangen und professionellen Abziehern. Nach einer Stunde waren alle acht Fenster blitzsauber – innen und außen. Kosten: 120 Euro.

Ihr Fazit: „Warum habe ich das nicht schon früher gemacht?" Seitdem bucht sie die Reinigung zweimal im Jahr – im Frühjahr und im Herbst. Ohne Leiter, ohne Angst, ohne Streifen.

Häufige Fragen zur Fensterreinigung im Altbau

Kann ich nicht einfach von innen putzen?

Natürlich können Sie die Innenseite Ihrer Fenster jederzeit selbst reinigen. Aber: Die Außenseite ist dem Wetter, dem Straßenstaub und der Luftverschmutzung ausgesetzt. Wer nur von innen putzt, sieht den Unterschied sofort – besonders bei Sonneneinstrahlung. Für wirklich saubere Fenster braucht es beidseitige Reinigung.

Ab welchem Stockwerk brauche ich einen Profi?

Im Erdgeschoss und auch im ersten Stock (wenn ein sicherer Zugang besteht) können Sie selbst putzen – vorausgesetzt, Sie arbeiten sicher und verwenden keine wackelige Leiter. Ab dem zweiten Stock empfehlen wir grundsätzlich professionelle Reinigung. Die Fallhöhe ist dann bereits im Bereich, der laut AUVA als lebensgefährlich gilt.

Wie oft sollte ich die Fenster reinigen lassen?

Das hängt von der Lage ab:

  • Stadtwohnung (viel Verkehr, Staub, Pollen): Zweimal im Jahr – idealerweise im Frühling und Herbst.
  • Ländliche Lage (weniger Verschmutzung): Einmal im Jahr reicht in den meisten Fällen.
  • Gewerbe und Praxen: Je nach Außenwirkung auch häufiger sinnvoll.

Fazit: Es ist einfach die vernünftigere Entscheidung

Fensterputzen im Altbau ist kein Abenteuer, das man bestehen muss. Es ist eine Aufgabe, die Profis schneller, sicherer und mit besserem Ergebnis erledigen. Für 80 bis 150 Euro bekommen Sie streifenfreie Fenster, müssen sich nicht in gefährliche Situationen begeben und sparen sich einen halben Tag Arbeit.

Besonders im Altbau – mit hohen Fenstern, schwer zugänglichen Außenseiten und fehlenden Sicherungsvorrichtungen – ist professionelle Fensterreinigung keine Luxusleistung. Sie ist eine sinnvolle Investition in Ihre Sicherheit und Ihren Komfort.

Sie wohnen in Salzburg, Wien oder Graz und möchten Ihre Altbaufenster professionell reinigen lassen? ÖDS ist Ihr Partner für sichere, gründliche Fensterreinigung – vom zweiten Stock bis zum Dachgeschoss. Streifenfrei, versichert und zu fairen Preisen.

Jetzt Fensterreinigung anfragen

Sie brauchen Hilfe? Lassen Sie uns gemeinsam die beste Lösung finden.

Kostenlose Besichtigung, transparenter Fixpreis und termintreue Ausführung — in Salzburg, Wien und der Steiermark.

Anrufen WhatsApp Anfragen